
Über 80 Jahre haben Forschende der Universität Harvard untersucht, was Menschen glücklich macht. Das Ergebnis ist ein einziger Satz: Gute Beziehungen machen uns gesünder und glücklicher.
Drei Wege, die im Handbuch stehen
Was die Studie tatsächlich misst
Nicht Einkommen, nicht Karriere, nicht Cholesterinwerte sagen voraus, wie zufrieden und wie gesund Menschen mit achtzig sind — sondern wie zufrieden sie mit fünfzig mit ihren Beziehungen waren. Das ist der Befund, der die Studie berühmt gemacht hat, und er hat sich über drei Generationen von Teilnehmern gehalten.
Der häufigste Denkfehler
„Gute Beziehungen“ wird als Zahl gelesen: viele Kontakte, großes Netzwerk. Gemessen wurde aber die Qualität weniger Beziehungen, nicht die Menge vieler. Entscheidend war die Frage, ob es jemanden gibt, den man mitten in der Nacht anrufen könnte. Ein voller Kalender beantwortet diese Frage nicht.
Was eine Führungskraft damit macht
Sie behandelt die zehn Minuten vor der Besprechung nicht als verlorene Zeit. Genau dort entsteht das, was die Studie misst. Und sie achtet darauf, wer im Team bei diesen zehn Minuten regelmäßig nicht dabei ist.
Die Übung aus dem Seminar
Beziehungen erhalten. Denken Sie an jemanden, den Sie gerne wiedersehen würden. Jetzt nehmen Sie Ihr Telefon und schreiben dieser Person eine kurze Nachricht. Und dann beobachten Sie, was zurückkommt.
Das passt dazu
Im Seminar üben
Der Befund ist in einem Satz erzählt. Die Nachricht wirklich abzuschicken, passiert erfahrungsgemäß nur, wenn jemand daneben sitzt.
Quellen
Harvard Study of Adult Development, seit 1938 — Robert Waldinger und Marc Schulz, The Good Life.
Im Seminarhandbuch, Kapitel Teamwork, Seite 46.
Stand: September 2026 · dekkers.at/wissen/was-menschen-gluecklich-macht/
