
Sieben Gewohnheiten, um den Alltag effektiv zu meistern. Die ersten drei betreffen einen selbst, die nächsten drei den Umgang mit anderen, die siebte die eigene Kraft.
Die sieben Wege
1. Sei pro-aktiv
Du hast die natürliche Fähigkeit, die Welt um dich herum aktiv zu beeinflussen. Verschwende deine Zeit nicht damit, dich von äußeren Umständen herumkommandieren zu lassen. Übernimm Verantwortung für dein Leben!
2. Beginne alles im Leben mit einer klaren Zielvorstellung
Vergeude deine Zeit nicht damit, planlos irgendwelchen Aufgaben und Deadlines hinterherzurennen. Formuliere deine eigene Vision und richte alles in deinem Leben darauf aus, diesem Ziel näherzukommen.
3. Erledige das Wichtigste zuerst
Konzentriere dich auf die Dinge, die wirklich wichtig sind — also die, die dich deiner Vision näherbringen. Lass dich nicht von Unwichtigem ablenken.
4. Entwickle eine Win-Win-Mentalität
Es geht im Leben oft darum, sich mit anderen Menschen zu einigen. Versuche nicht, dir das größte Stück vom Kuchen zu sichern, sondern eine Lösung zu finden, von der alle etwas haben. Du wirst sehen, dass du trotzdem nicht zu kurz kommst und dafür zuverlässige, vertrauensvolle Beziehungen aufbaust.
5. Versuche erst zu verstehen, bevor du dich selbst verständigst
Wir tendieren dazu, die Probleme anderer Menschen mit schnell und dünn angerührten Lösungsmitteln wegwischen zu wollen. Das ist ein Fehler. Nimm dir stattdessen die Zeit, wirklich aufmerksam zuzuhören, und gib erst dann reflektierte Ratschläge.
6. Schaffe Synergien
Vertraue darauf, dass du zusammen mit anderen mehr erreichen kannst als allein. Mache diesen Gedanken zu einem deiner grundlegenden Prinzipien. So wirst du Ziele angehen können, die du allein nicht erreicht hättest.
7. Lade deinen Akku auf
Pass auf deinen Energiehaushalt auf. Eigne dir einen nachhaltigen Lebensstil an, der dir Zeit für Ruhe und Erholung gibt, um auch in Zukunft effektiv zu leben.
Der häufigste Denkfehler
Die sieben Wege werden als Zeitmanagement gelesen. Nur Weg drei handelt davon. Die übrigen sechs handeln von Haltung: Verantwortung, Vision, Fairness, Zuhören, Zusammenarbeit, Erholung. Wer nur den dritten Weg umsetzt, wird schneller — aber nicht wirksamer, weil die Richtung aus Weg zwei fehlt.
Was eine Führungskraft damit macht
Sie prüft bei jeder Aufgabe, die im Kalender steht, ob sie wichtig oder nur dringend ist. Und sie hält Weg fünf durch: erst verstehen, dann verstanden werden. Das kostet in jedem einzelnen Gespräch Zeit und spart sie über ein Projekt hinweg mehrfach ein.
Zwei Übungen aus dem Seminar
Entwirf dein persönliches Leitbild. Ein Satz, der beschreibt, wofür Sie stehen. Er muss sich in fünf Jahren nicht ändern.
Das Wichtige zuerst. Vier Felder: wichtig und dringend, wichtig und nicht dringend, nicht wichtig und dringend, keines von beidem. Tragen Sie Ihre nächsten zehn Aufgaben ein. Das zweite Feld ist das, in dem die Arbeit liegt, die wirklich zählt.
Das passt dazu
Im Seminar üben
Die sieben Wege liest man an einem Abend. Weg fünf — erst verstehen, dann verstanden werden — hält im Streitfall nur, wer ihn vorher geübt hat.
Quellen
Stephen R. Covey, Die 7 Wege zur Effektivität.
Im Seminarhandbuch, Kapitel Resilienz, Seite 34, mit der Übung „Das Wichtige zuerst“.
Stand: September 2026 · dekkers.at/wissen/sieben-wege-zur-effektivitaet/
