Menschen für sich gewinnen

ELEFANT — Sinnbild für empathie

ELEFANTEMPATHIEHendrik Dekkers Beratung und Training

Zwölf Regeln von Dale Carnegie, wie man andere Menschen beeinflusst und für seine Ziele gewinnt. Sie handeln alle vom selben Prinzip: zuerst den anderen wichtig machen, dann das eigene Anliegen.

WORUM ES GEHTWie man jemanden für sich gewinntNicht indem man interessant ist. Sondern indem man sichinteressiert. Klingt einfach, ist es nicht.
01SO NICHTzzzIch, ich, ich — undmein Produkt.Dreißig Sekunden über sich selbst. Das Gegenüber istschon weg.
02SO SCHONErzählen Sie mir, wieSie das machen.Eine Frage, und der andere redet. Das ist die ganzeTechnik.
03DIE WIRKUNGMit dem rede ichgern.Der andere geht mit einem guten Gefühl über sichselbst aus dem Gespräch.
DAS ERGEBNISWER ZUHÖRT,BLEIBT IN ERINNERUNG.Nicht der beste Satz bleibt hängen, sondern wie man sichdaneben gefühlt hat.

Die zwölf Regeln

DIE ZWÖLF REGELN1Lobe statt zu kritisierenwenn du von anderen gemocht werden willst.2Mache ehrliche Komplimentegib ihnen das Gefühl, wichtig zu sein, wenn du etwas von anderen willst.3Lächleum einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen — die Leute beginnen zurückzulächeln.4Nenne beim NamenMenschen lieben den Klang ihres eigenen Namens.5Zeige selbst Interessewenn du interessant wirken möchtest. Versuche dich in der Kunst des Zuhörens.6Mach dir bewusst, was andere wirklich wollenund brauchen. Sprich über ihre Vorlieben oder über sie selbst.7Man muss nicht recht habenvermeide Streitgespräche jedweder Art, denn du kannst nur verlieren.8Weise andere nie offen auf ihren Irrtum hinformuliere: Ich war bisher anderer Meinung, aber ich kann mich irren.9Gestehe Fehler sofort einum Sanktionen zuvorzukommen.10Sei freundlichund bringe andere dazu, so häufig wie möglich „Ja“ zu sagen.11Beginne Kritik mit einem Lobund lasse andere regelmäßig wissen, dass du mit ihnen zufrieden bist.12Weise andere indirekt auf ihre Fehler hinund erwähne vorher deine eigenen Schwächen.
Zwölf Regeln nach Dale Carnegie, in der Reihenfolge des Seminarhandbuchs.

Der häufigste Denkfehler

Die Regeln werden oft als Werkzeugkasten für Manipulation gelesen. Genau dann funktionieren sie nicht. Carnegie verlangt an drei Stellen ausdrücklich Ehrlichkeit: das Kompliment muss ehrlich sein, das Interesse echt, der Fehler wirklich eingestanden. Ein Lob, das nur der Vorbereitung einer Kritik dient, wird beim zweiten Mal durchschaut — und dann gilt jedes weitere Lob als Ankündigung.

Was eine Führungskraft damit macht

Sie beginnt Gespräche mit dem Namen des Gegenübers und mit einer Frage statt mit der Aufgabe. Sie sagt „Ich war bisher anderer Meinung, aber ich kann mich irren“, statt „Das stimmt nicht“. Und sie gesteht eigene Fehler vor der Runde ein, bevor jemand anderer sie anspricht.

Aus dem Seminar

Regel vier im Selbstversuch. Nennen Sie morgen jede Person, mit der Sie sprechen, mindestens einmal beim Namen. Und beobachten Sie, was zurückkommt.

Das passt dazu

Im Seminar üben

Zwölf Regeln liest man in fünf Minuten. Sie im eigenen Ton zu sagen, ohne aufgesetzt zu wirken, ist die eigentliche Arbeit.

Quellen

Dale Carnegie, Wie man Freunde gewinnt. Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden.

Im Seminarhandbuch, Kapitel Empathie, Seite 17.

Stand: September 2026 · dekkers.at/wissen/menschen-gewinnen/