
Zehn Grundsätze aus einer Schrift von etwa 500 vor Christus. Sunzi schreibt über Feldzüge — gemeint ist im Seminar die Vorbereitung auf schwierige Gespräche und Verhandlungen.
Die zehn Grundsätze nach Sunzi
Indem Unternehmen diese Prinzipien in ihre Kommunikationsstrategien einfließen lassen, können sie eine effektivere, zielgerichtete Interaktion sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit externen Stakeholdern erreichen. Das führt zu besseren Beziehungen, einer stärkeren Marke und letztlich zu größerem geschäftlichem Erfolg.
Der häufigste Denkfehler
Sunzi wird als Kampfanleitung gelesen. Sein bekanntester Gedanke ist das Gegenteil: Der beste Sieg ist der, für den nicht gekämpft werden musste. Grundsatz neun — sei kooperativ — steht nicht als Widerspruch neben den anderen, sondern als deren Ziel. Wer die zehn Punkte als Härte versteht, hat den Text nicht gelesen, sondern den Titel.
Was eine Führungskraft damit macht
Sie bereitet Verhandlungen nach Grundsatz fünf vor: Was ist der schlechteste Ausgang, und was tue ich dann? Wer diese Antwort hat, muss im Gespräch nicht gewinnen — und gewinnt deshalb häufiger.
Eine Übung aus dem Seminar
Die Lage vor dem Zug. Nehmen Sie ein Gespräch, das Ihnen bevorsteht. Schreiben Sie auf: Was weiß ich sicher, was nehme ich nur an, was ist der schlechteste Ausgang, und was tue ich in diesem Fall?
Das passt dazu
Im Seminar üben
Die zehn Grundsätze sind schnell gelesen. Zu merken, an welcher Stelle im eigenen Gespräch man von Grundsatz vier abweicht, braucht einen Beobachter.
Quellen
Sunzi, Die Kunst des Krieges, um 500 v. Chr.
Im Seminarhandbuch, Kapitel Resilienz, Seite 38.
Stand: September 2026 · dekkers.at/wissen/kunst-des-krieges/
