Der erste Eindruck zählt

ELEFANT — Sinnbild für empathie

ELEFANTEMPATHIEHendrik Dekkers Beratung und Training

Der erste Eindruck entsteht in Sekunden, läuft unbewusst ab und hält lange an. Er beruht nicht auf dem, was jemand sagt, sondern auf Kleidung, Körperhaltung und Gesichtsausdruck.

WORUM ES GEHTSieben Sekunden, dann steht das UrteilDanach sucht Ihr Gegenüber nur noch Bestätigung dafür. Das istunfair — und es passiert trotzdem jedes Mal.
01SEKUNDE NULLGuten Tag.Zwei Wörter. Mehr ist noch nicht passiert.
02SEKUNDE EINS BIS SIEBENSympathisch? Kompetent?Kann ich dem trauen?Das Urteil fällt, bevor der erste Inhalt kommt. Meistunbemerkt.
03DANACHSehen Sie, ich hab esja gleich gewusst.Alles Weitere wird so gedeutet, dass es zum erstenEindruck passt.
DAS ERGEBNISSIE BEKOMMEN KEINEZWEITE CHANCE DAFÜR.Deshalb lohnt es sich, die ersten sieben Sekunden einmalvorzubereiten.

Die fünf Punkte, auf die es ankommt

DIE ERSTEN SEKUNDEN0 Sek.Begrüßung1–7 Sek.Urteil stehtdanachBestätigung suchenspäternur schwer zu ändernWas in den ersten Sekunden entsteht, wird danach bestätigt — nicht überprüft.
Vier Momente, dieselbe Person — und nach sieben Sekunden steht das Urteil.

Schnelle Beurteilung

Menschen bilden innerhalb von Sekunden nach dem ersten Kontakt eine Meinung über andere. Dieser Prozess ist oft unbewusst und basiert auf nonverbalen Signalen wie Kleidung, Körperhaltung und Gesichtsausdruck.

Langanhaltende Wirkung

Der erste Eindruck kann nachhaltig sein und die Wahrnehmung einer Person über längere Zeit prägen, selbst wenn spätere Informationen dem widersprechen.

Einfluss auf Entscheidungen

Im Berufsleben kann der erste Eindruck über Jobchancen, Beförderungen und Arbeitsbeziehungen entscheiden. Ähnlich verhält es sich im sozialen Umfeld.

Nonverbale Kommunikation

Körpersprache, Augenkontakt, Mimik und Gestik spielen eine entscheidende Rolle bei der Bildung des ersten Eindrucks.

Kleidung und Erscheinungsbild

Das äußere Erscheinungsbild, einschließlich Kleidung und Pflege, beeinflusst stark, wie jemand wahrgenommen wird.

Der häufigste Denkfehler

Viele glauben, ein schlechter erster Eindruck lasse sich später durch gute Argumente ausgleichen. Das Gegenteil ist der Fall: Der erste Eindruck wirkt wie ein Filter. Spätere Informationen werden so gedeutet, dass sie zum ersten Bild passen. Wer korrigieren will, braucht nicht bessere Argumente, sondern einen zweiten, bewusst anders gestalteten ersten Kontakt.

Was eine Führungskraft damit macht

Sie richtet die ersten dreißig Sekunden jedes Gesprächs bewusst ein: Blickkontakt, offene Haltung, Begrüßung mit Namen. Und sie prüft bei jeder Personalentscheidung, ob ihr Urteil auf Leistung beruht oder auf dem Bild der ersten Minute.

Zwei Übungen aus dem Seminar

Mein erster Eindruck. Welches Kleidungsstück ist an Ihrem Nachbarn besonders? Sprechen Sie ihn darauf an.

Menschenkenntnis. In Zweiergruppen: Erraten und notieren Sie die Vorlieben des anderen — Lieblingsessen, Film, Hobby, Tier, Urlaubsort, Kleidermarke, Auto, Buch, Lebensart, Wohnort. Danach gegenseitig präsentieren und die Beweggründe erzählen.

Das passt dazu

Im Seminar üben

Die fünf Punkte sind schnell gelesen. Die eigene Wirkung in den ersten Sekunden zu sehen, gelingt erst, wenn andere sie einem zurückmelden.

Quellen

Im Seminarhandbuch, Kapitel Empathie, Seite 16, mit zwei Übungen.

Stand: September 2026 · dekkers.at/wissen/erster-eindruck/