Manche Sätze sagt man nie laut. Man denkt sie nur — und richtet sich danach. Im Seminar tauchen immer wieder dieselben auf. Zwanzig davon stehen hier, so wie sie im Trainerhandbuch stehen.
Lesen Sie die Liste langsam. Bei ein oder zwei Sätzen werden Sie hängen bleiben. Genau die sind gemeint.
Zwanzig Sätze
- Niemand schätzt, was ich tue.
- Ich bin nicht gut genug.
- Die anderen sind schuld.
- Ich muss es allen recht machen.
- Mein Chef behandelt mich unfair.
- Ich darf keine Fehler machen.
- Ich habe nicht genug Zeit.
- Ich bin für das Glück der anderen verantwortlich.
- Ohne Kontrolle läuft alles schief.
- Ich bin nicht wichtig.
- Wenn ich Nein sage, werde ich abgelehnt.
- Ich werde nicht gesehen.
- Ich darf meine Bedürfnisse nicht zeigen.
- Andere Menschen sind egoistisch.
- Ich muss perfekt sein, um gemocht zu werden.
- Ich habe versagt.
- Wenn ich mich nicht anstrenge, passiert nichts Gutes.
- Die Welt ist ungerecht.
- Ich werde ausgenutzt.
- Es ist meine Aufgabe, für alles verantwortlich zu sein.
Was Sie damit machen können
Nehmen Sie den einen Satz, bei dem Sie hängen geblieben sind, und stellen Sie ihm vier Fragen: Ist das wahr? Kann ich mit Sicherheit wissen, dass es wahr ist? Wie reagiere ich, wenn ich das denke? Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?
Die Übung dazu steht hier: Vier Fragen an einen Gedanken.
Woher diese Sätze kommen
Viele davon sind Stimmen aus dem Drama-Dreieck. „Niemand schätzt, was ich tue“ und „Ich werde ausgenutzt“ sprechen aus der Opferrolle. „Ich bin für das Glück der anderen verantwortlich“ ist die Sprache des Retters. „Die anderen sind schuld“ gehört dem Verfolger. Wer die drei Rollen kennt, erkennt den Satz — und kann ihn stehen lassen.
Im Seminar arbeiten wir damit in der Dimension Resilienz. Geübt wird an den Sätzen, die im Raum tatsächlich fallen.
